Erfahrungen rund um die Erfinderberatung

Thema: Erfahrungen um die Erfinderberatung
        Von der Recherche bis zur Patentverwertung

Referent: Helmut Jahnke,
seit 1995 Leiter des Informationszentrums Patente in Stuttgart

Statement

"Was ist ein Patent", so begann  Helmut Jahnke sein fast dreistündiges, spannendes und sehr informatives Referat vor den anwesenden DEVlern der Sektion Stuttgart und ihren Freunden.
"Es ist keine Lizenz zum Geldverdienen". "Aber es ist eine Versicherungspolice für den Erfolgsfall". Wie wichtig das auch für Großkonzerne ist, zeigt sich in dem gerade tobenden "Patentkrieg".  Denn die Gewerblichen Schutzrechte können einen gewaltigen Wert darstellen. Deshalb hat sich Baden-Württemberg schon frühzeitig, seit 1908 entschlossen, hier im Haus der Wirtschaft  das PIZ (Patentinformationszentrum) zu eröffnen.

Software-Patente

Es ist gewissermaßen der verlängerte Arm des Patent- und Markenamts in München. Helmut Jahnke wies auch auf die vielen Veranstaltungen und Angebote hin, die größtenteils kostenlos zur Verfügung stehen. Dazu gehören allgemeine Informationsveranstaltungen, Seminare und Schulungen, der alljährliche Tag der gewerblichen Schutzrechte, der dieses Jahr im Kongresszentrum Liederhalle Stuttgart am 27. Juni 2012 stattfindet, Helmut-Jahnkeaber auch Events wie der Innovationspreis des Landes und der Artur Fischer Erfinderpreis, auch für jugendliche Erfinder. Daneben gibt es den Arbeitskreis Patente für die mittelständische Wirtschaft. Doch die täglichen Angebote beinhalten auch selbst durchgeführte Schutzrechts-Recherchen an zahlreichen gut ausgestatteten Arbeitsplätzen mit dem Vorteil der direkten Unterstützung der PIZ-Fachleute vor Ort. Im Einzelnen kann man sich gut informieren unter www.patente-stuttgart.de. Wie gut und freundschaftlich die Zusammenarbeit zwischen PIZ und DEV sind, zeigt die gegenseitige Verlinkung: http://www.patente-stuttgart.de/index.php?page=links

Wenn man im Ländle eine Erfindung im Kopf hat und ein gewerbliches Schutzrecht anmelden will, dann führt eigentlich kein Weg an dem Stuttgarter PIZ vorbei. Dass die Gewerblichen Schutzrechte sorgfältig und ausbalanciert gewählt werden müssen, führte uns Helmut Jahnke an dem uns wohlbekannten Praxisbeispiel Spätzle Shaker vor. Er warnte auch vor dem manchmal vorschnellen Entschluss "nur" ein Gebrauchsmuster anzumelden. An dem Praxisbeispiel sind dann auch die Grenzen einer Selbstformulierung erkennbar geworden. Da verstanden wir ganz plastisch, wann wir unbedingt die Hilfe eines erfahrenen Patentanwalts brauchen. Jedoch, das Patent ist erst der Anfang. Auch die Patentverwertung will sorgfältig bedacht werden. Helmut Jahnke konnte uns wieder an einem typischen Praxisbeispielen zeigen, worauf wir achten müssen. Anschließend fand noch eine temperamentvolle Diskussion über Einzelschicksale statt. Alle Fragen wurden kompetent und vor allem realitätsbezogen und verständlich beantwortet. Alles in allem ein sehr konstruktiver und informativer Abend im Schlemmertöpfle, bei dem auch Getränke und Speisen nicht gefehlt haben. Und das auch noch an diesem besonderen Datum: Der 26. April wurde durch die UNESCO auf Empfehlung der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) zum Welttag des geistigen Eigentums erklärt.

Vielen herzlichen Dank, Herr Jahnke.

Werner Ruppert, Stellvertreter des Leiters der Sektion Stuttgart




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